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Vitamine A, C und E aus der Karotte

Die Karotte (Daucus carota L.) wird auch Möhre, Mohrrübe, oder gelbe Rübe genannt. Sie begleitet die Menschen schon seit der Jungsteinzeit und wurde bereits in der Antike in Rom und Griechenland kultiviert. Bis zum Mittelalter war sie in Deutschland allerdings eher eine Heilpflanze.

In der Küche unterschied man früher zwischen der Karotte und der Möhre. Die Karotte ist ab Frühling erntereif und hat eine kleinere rundliche Wurzel mit viel Süße. Sie wird vorzugsweise mit Laub verkauft und sollte schnell verbraucht werden, damit sie nicht welkt. Durch ihre Zartheit und Süße ist sie für die Kindernahrung besonders beliebt. Die Möhre kommt erst im Spätsommer aus der Erde und hat eine spindelförmige Wurzel. Sie ist fester in der Struktur und wird überwiegend ohne Laub angeboten. Dann ist sie in feuchten, kühlen Kellern lange lagerfähig. Heute benutzt man beide Namen nebeneinander.

Möhren und Karotten sind übrigens nicht immer orange gewesen. Die wilde Möhre hat eine weißliche Wurzel. Aus den verschiedenen wild vorkommenden Möhren züchteten die Menschen viele Farbspielarten. Es gibt weiße, gelbe, orange und violette Möhren.

Dass Karotten und Möhren gesund sind, weiß man seit langem. Sie enthalten als Wurzelgemüse viel Kalium und tragen zu einer basenreichen Ernährung bei. Erfreulich ist außerdem ihr niedriger Kaloriengehalt. Geriebene Möhren helfen gegen Durchfallerkrankungen und wurden früher gegen Würmer verabreicht. Der wichtigste Inhaltsstoff ist jedoch das Provitamin A (Carotin). Diese Vitamin-Vorstufe wird im menschlichen Körper zu Vitamin A umgewandelt. Der Carotingehalt der Karotte ist sortenabhängig und schwankt auch mit den Anbaubedingungen. Es sind Werte zwischen 5 und 30 mg pro 100 g Frischgewicht möglich.

Beta-Carotin wird eine Menge gesunder Eigenschaften nachgesagt. Es soll freie Radikale abpuffern und eine zellschützende Wirkung haben. Vor allem beim gleichzeitigen Verzehr von Früchten und Gemüsen, die Selen und die Vitamine C und E enthalten, entfaltet es seine antioxidative Wirkung. Vitamin A spielt außerdem für die Erhaltung der Sehkraft eine wesentliche Rolle.

Was bedeutet das nun in der Kosmetik? Carotin ist fettlöslich und verbindet sich gut mit den wertvollen Naturfetten, die als Cremegrundlage benutzt werden. Carotin ist in der Lage, die Haut sanft zu färben und kann dem Hautton eine sanfte Bräunung verleihen. Vitamin A unterstützt die Ausbildung gesunder Zellen. Äußerlich aufgetragen erhöht Vitamin A den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und Hautirritationen, wie Rötungen und Verhornungen klingen ab.

 
© Möhren (Dieter Schütz) / PIXELIO