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Haare mit Pflanzenhaarfarbe färben/tönen

geschrieben am 30.06.2011 von

Sich die Haare zu färben gehört heutzutage schon fast zum normalen Beauty-Alltag. Doch um die Haarpracht zu schonen oder Allergien auf chemische Stoffe zu umgehen, sind Pflanzenhaarfarben eine Überlegung wert. Diese natürlichen Haarfarben bestehen aus färbenden Pflanzenteilen, die untereinander gemischt werden. So ist ein breites Spektrum an Farben möglich. Im Gegensatz zu konventionellen Haarfarben dringen Pflanzenfarben nicht in das Haar ein, sondern setzen sich nur auf das Haar bzw. dringen nur in die äußerste Schicht ein. Aus diesem Grund kann das Haar auch nur überfärbt, aber nicht heller, z.B. blond, gefärbt werden.

Die Pflanzenhaarfarbe hält dauerhaft, obwohl sie sich nur an die Haare anlagert. Dies macht diese Methode besonders schonend: Die Haarstruktur wird nicht angegriffen, sondern eher gepflegt, und die Farbe wirkt sehr natürlich, da große Farbtypveränderungen kaum möglich sind. Das Farbergebnis wird ebenfalls nicht ganz gleichmäßig, ruft aber schöne Reflexe hervor und lässt die Farbe nicht so starr erscheinen. Die Haare erhalten Glanz und Geschmeidigkeit und werden vor Spliss geschützt. Bei einer Tönung mit Pflanzenfarbe ist das Ergebnis nicht ganz so intensiv und lässt sich zum Teil auswaschen, allerdings nie komplett.

Nachteile der Verwendung von Pflanzenfarbe sind die aufwendige Färbeprozedur und die lange Einwirkzeit sowie die relativ kleine Farbauswahl, die meist mit einem Rotstich versehen ist. Außerdem hält Chemiefarbe auf einmal mit Pflanzenhaarfarbe gefärbtem Haar nur sehr schwer - oder überhaupt nicht mehr. Aufpassen sollte man auch beim zeitlichen Abstand: Sowohl vor als auch nach einer chemischen Färbung, Blondierung oder Dauerwelle sollte ein Mindestabstand zur nächsten Behandlung mit Pflanzenhaarfarbe eingehalten werden. Auch vertragen sich nicht alle Ausgangshaarfarben mit allen Pflanzenfarben. Hier sollte man gründlich auf der Verpackung nachlesen. Des Weiteren hat Pflanzenhaarfarbe eine leicht austrocknende Wirkung, die dazu da ist, die Schuppenschicht der Haare zusammenzuziehen, damit die Farbe gut hält. Dies kann zu trockenen Haaren führen, was Pflanzenfarbenhersteller mit zugegebenem Öl auszugleichen versuchen. Haarkuren und pflegende Zusatzstoffe vermeiden Austrocknung ebenfalls. Einige Anbieter von Henna und anderen Pflanzenhaarfarben sind z.B. Logona, Sante, Frenchtop Natural Care Products, aber auch in Apotheken wird man unter Umständen fündig. Sogar Drogeriemärkte bieten inzwischen Eigenmarken an. Die Friseurmarke Wella brachte mit der EOS-Linie ebenfalls Farben heraus, die zumindest zum größten Teil aus natürlichen Stoffen bestehen. Henna gibt es darüber hinaus in vielen türkischen Geschäften zu kaufen. Im Internet gibt es selbstverständlich auch eine große Auswahl an Naturfärbeprodukten.